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the longest year in history

2014 September


above a picture of me rehearsing for the live premiere of the new tracks right before the show at kulturhofkeller villach (austria). stefan bünnig provides the visuals as he did in the telekaster sets. i enjoy playing this new material live and can’t wait for the release of the EP in november. The Longest Year In History will be out on audiobulb, coming as limited CD and download (including remixes). artwork created by sebastian haslauer… more information coming soon!

premiere: ich werde hier sein im sonnenschein und im schatten @ theater bern

2014 May

«Was Regisseur Jan-Christoph Gockel anstellt mit einem Roman von Christian Kracht, ist erstens durchdacht, zweitens richtig und drittens ziemlich aufregend. (…) Die Schauplätze des Romans liegen vor der Haustür, Gockel packt die Chance und projiziert das Szenario auf diese Realität, statt es auf der Bühne nachbilden zu wollen: Er bespielt die Gegend mit dem Text.» Daniel Di Falco, Der Bund, 19. Mai 2014.

«Als Mischung zwischen Sightseeing-Tour, Hörspiel und Anti-Heimatmuseum hat Konzert Theater Bern Christian Krachts Roman inszeniert. Die Busexkursion in den fiktiven Hundertjährigen Schweizer Krieg fährt ein. (…) Das Besondere daran ist die Atmosphäre im ‘Réduit’: die Schäbigkeit der rückgebauten Zivilisation, Bombenlärm udn Lichtspektakel und der damit kontrastierende Geruch nach Lagerfeuer und Kuhfladen, den jeder Schweizer mit schönen Schulreisen verbindet.» Irène Widmer, sda, 18. Mai 2014

«In einem beeindruckend mächtigen Steinbruch tut sich eine wahnsinnig aufwendige und apokalyptisch-poetisch anmutende Jahrmarktszenerie auf. Die Chronologie der Geschichte löst sich hier in ein assoziatives szenisches Nebeneinander auf. (…) Doch was kann das Theater besser, als unmittelbare Erlebnisse zu schaffen? Und dafür wurde weder an Material noch an Technik gespart. Sinnlich und eindrücklich wirkt das allemal.» Anna Serarda Campell, Radio SRF 2 Kultur, 19. Mai 2014

«Kann man Christian Krachts düsteren Antizivilisationsroman tatsächlich auf eine Theaterbühne bringen? Man kann – vorausgesetzt, die Spielstätte ist ein Steinbruch und die Fahrt dahin bereits Teil des Spektakels. Dies beweisen Konzert Theater Bern und Regisseur Jan-Christoph Gockel in ihrer neuesten Zusammenarbeit mit einer kongenialen Inszenierung der Krachtschen Dystopie. (…) Tatsächlich ist es das assoziative Schauspiel, das den nicht fassbaren Charakter von Krachts Roman einzufangen vermag.» Carolina Bohren, Berner Zeitung, 20. Mai 2014

theatermusik: ich werde hier sein im sonnenschein und im schatten @ theater bern

2014 May

Am 17. Mai 2014 hat am Theater Bern unsere Produktion Ich Werde Hier Sein Im Sonnenschein und Im Schatten (Regie: Jan-Christoph Gockel) Premiere! Der Abend basiert auf dem gleichnamigen großartigen Roman von Christian Kracht. Gespielt wird on the road und in einem etwas abgelegenen Steinbruch in der Hügellandschaft um Bern. Ich produziere dafür derzeit den Soundtrack (in Form einer 14-Kanal-Audioinstallation auf dem Gelände) sowie ein Hörspiel für den ersten Teil des Abends, die Anfahrt. Mehr zur Produktion und erste Bilder in Bälde hier. Tickets und Spieltermine auf der Website des Theaters. Unten ein Foto von unseren Proben.

“close” featured on trendmusik.de

2014 April

Seit gestern steht mein neuer Track Close als kostenfreier Download bei den lieben Menschen von Trendmusik bereit. Schaut vorbei und holt ihn euch auf die ipods!

theatermusik: small town boy

2014 April

“Erinnerungen. Erinnerungsräume. Und wie Musik uns da hinführt.”
Musik für Falk Richters Projekt Small Town Boy am Maxim Gorki Theater, Berlin.
neue Vorstellungstermine am 16./24./30. April und 1./16./22./27./28. Mai 2014

theatermusik: wiederaufnahme die möwe

2014 March

Unsere Karlsruher Möwe (Regie: Jan-Christoph Gockel) von 2012 kommt noch einmal zurück auf die Bühne… Ab dem 6. März bis Ende April läuft sie noch ein paar letzte Male am Badischen Staatstheater. Mehr Infos hier. Der Trailer ist hier zu sehen.

premiere: small town boy @ gorki, berlin

2014 January

Am 11. Januar 2014 hat Small Town Boy von Falk Richter Premiere am Gorki Theater in Berlin. Ich habe in den letzten Wochen die Musik für diesen Abend erarbeitet. Ihr liegt die Idee eines Teenage-Mixtapes zugrunde – Songs, nicht nur aber auch der namensgebende Hit von Bronski Beat, spielen dabei eine zentrale Rolle… doch dazu bald mehr.

“You leave in the morning with everything you own…Run away, turn away, run away, turn away, run away.”

So besangen Bronski Beat die Flucht eines Jungen aus einer engen Welt von versagter Anerkennung und Unterdrückung in die ferne große, freie Stadt: London, New York, Berlin… Diese Metropolen waren und sind der Ort, an dem sich Menschen neu finden und erfinden können, traditionelle Rollen und Bilder verweigern und in Fragestellen, ihre Zugehörigkeiten neu aushandeln, Partnerschaft und Familie neu definieren, all das ausprobieren, was ihnen die Familie Zuhause verweigert hat, zu leben. Kann man anders Mann sein? Anders Frau? Kann man aufhören Sohn oder Tochter zu sein? Kann man Herrschaft verweigern und anders lieben und leben? Die Liebe und wie sie gelebt werden soll, scheint weiterhin das diskursive Schlachtfeld der Stunde zu sein, auf dem viele gegenwärtige Konflikte um geschlechtliche, sexuelle und kulturelle Identitäten in unserem alltäglichen Leben ausgetragen werden. Was kann und soll ein “Mann”, eine “Frau” heute sein? Wie definiert sich in Zukunft Familie, wie Nation und Zugehörigkeit?

Falk Richter erkundet mit dem Ensemble des Gorki in diesem Rechercheprojekt die Frage, was passiert, wenn auch die jungen Männer aus dem Patriarchat aussteigen.

theatermusik: smalltown boy

2013 November

Am Maxim Gorki Theater in Berlin haben die Proben zu Falk Richters neuem Projekt Smalltown Boy begonnen – ich steuere dazu die Musik bei… Premiere wird am 11. Januar 2014 sein.

theatermusik: barbarellapark

2013 November

Am 21. November hatte Barbarellapark – ein Musical über Mobilität, Sex und Verwirrung von Copy & Waste Premiere am Ringlokschuppen Mülheim. Wie immer covern wir uns darin auch großflächig durch die Musikgeschichte… “Dieses Mal mit noch mehr Songs” von Alphaville bis Freddy Quinn. Eine lesenswerte Kritik aus der WAZ findet sich hier. Alles weitere zum Stück und den folgenden Terminen auf der Seite des Ringlokschuppens.

premiere: metropolis, theater bonn

2013 November

Nun ist es soweit: Unser Abend Metropolis am Theater Bonn hat an diesem Samstag, 9.11. 2013, Premiere! Hier einige bewegte Bilder und auch ein kleiner Auszug aus einer der musikalischen Arbeiten für den Abend – meiner Version von Rachel’s Song (im Orignal von Vangelis), produziert für Metropolis und gesungen von Irina Simmes.

metropolis @ theater bonn

2013 October

Metropolis! Theater Bonn! Premiere 9. November 2013!

“schlau, mutig, hart an der Schmerzgrenze”

2013 September

Die Aachener Zeitung schreibt nach der Premiere unseres “Fidelios” am Theater Aachen.

So einen Wohlfühl-„Fidelio“, bei dem die schöne, treuherzige Leonore die Wonnen der ehelichen Liebe besingt, bis sie schließlich ihren zwar ausgemergelten, aber stramm zu seinen Prinzipien stehenden Florestan aus dem dunklen Kerker der Tyrannei ans Licht der Freiheit zieht und alles „Heil“ und „Glück“ und „Freude“ schmettert – das will Alexander Charim sich und dem Aachener Publikum dann doch nicht zumuten. Der junge Wiener Regisseur Alexander Charim hat sich bei seiner ersten Arbeit in Aachen ausgiebig am Beethoven’schen Pathos abgerackert. Dessen in drei Fassungen überliefertem Bühnenwerk streicht er die Dialoge komplett und ersetzt sie durch eine Art szenisches Hörspiel. Dazu hat Matthias Grübel Texte von Charim, Beethoven und Marguerite Duras zu einem manchmal auf die Schmerzgrenze zielenden Vierkanal-Soundtrack verarbeitet. Das Ganze bildet dann einen eigenen, eigenständigen, sehr theatralen Gegenentwurf zu den Arien und Ensembles. […] Charims Arbeit ist mutig, konsequent, schlau. Aber reichlich übergriffig. Das kommt bei weiten Teilen des Aachener Publikums nicht gut an: Die Premiere endet in einem Buh-Konzert. Man darf also streiten, ob der Start in die neue Spielzeit gelungen sei. Also lässt sich das Premierenpublikum nicht lange bitten und diskutiert schon in der Pause, was das Zeug hält. Das mag als Zwischenergebnis verbucht werden, und zwar als ein positives. Denn was wäre schlimmer als ein Theater, das nicht bewegt? […] Dann die Ouvertüre und wieder dieses weiße Zimmer mit den blassblauen Wolkenwänden, in dem Leonore sich in Fidelio verkleidet. Ein Tagebuch („Der Schmerz“ von Duras), ein blaues Kleid, Trauer, Verlust, Hoffnung. Das Spiel beginnt, die Bühne dreht sich. Zum rosa Wohnzimmer von Familie Kerkermeister; zum Gefängnishof mit Tomatenbeet und Bergidyll-Wandmalerei. Alles ist eins in diesem Meisterwerk von Bühnenarchitektur, für das Ivan Bazak verantwortlich ist. Und über allem, im gläsernen Oberstübchen, Don Pizarros Überwachungszentrale.
[…] Auf eine irritierende Weise wirken die musikalischen Szenen zunächst wie Fremdkörper zwischen den hörspielartig eingefügten Passagen, die im Grunde ja Träger der Handlung sein sollen, während im Gesang die Zeit gewissermaßen gefriert. Doch diese Fremdheit hat Methode: Charim verbindet die vordergründig harmlose Musik mit dem, was für ihn im Zentrum der Oper steht: Willkür, Macht, Aggression. Und ihm gelingen berauschend schöne Übergänge zwischen diesen Welten, wenn sich etwa Beethovens Musik wie subversiv ins Zwischenspiel einschleicht, um dann umso blendender ihre klassische Schönheit zu entfalten. […]

Den ganzen Artikel auf der Seite der Aachener Zeitung lesen.